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Wenn „PR-Kritiker“ PR machen …

Nun hat er also die PR-Branche als Kern allen Übels ergoren. SPIEGEL Online kündigt ihn als PR-Kritiker an. Und dann das: Gleich zu Beginn des Interviews gesteht Albrecht Müller ein, dass sein Buch „Die Lust, selbst zu denken“ auf Drängen des Verlags doch den Titel „Meinungsmache“ erhielt. Der PR-Kritiker, der die Kraft der PR nutzt. Interessant.

Seine Abrechnung mit der PR bleibt dennoch zwiespältig. Albrecht Müller hat Recht, wenn er sich über verdeckte PR beschwert. Richtig, dass er dabei die sogenannten Experten und Think Tanks ins Visier nimmt. Nicht erst der Fall EPPA GmbH und Berlinpolis hat gezeigt, dass dieses Expertentum eine zentrale Stellung in der verdeckten Kommunikation und Interessenvertretung einnimmt.

Doch in der Summe zielt Müllers Kritik ins Leere. PR ist interessen geleitete Kommunikation, denn Kommunikation hat immer einen Absender. Und der verfolgt ein Interesse. Das gilt ja auch für die NachDenkSeiten, die Müller selbst betreibt.
Es kann immer nur Aufgabe der Medien sein, sicherzustellen, dass alle Seiten Gehör finden, dass aufklärende Berichterstattung ihren angemessenen Raum findet. Dort wo klassische Medien dieser Aufgabe immer weniger nachkommen, entstehen neue Medien, die auch neue Wege der Kommunikation nutzen.
Und wenn man die Zunahme öffentlichen Meinungsstreits in den letzten Jahren betrachtet, kann man nicht zum Ergebnis kommen, dass kritische Meinungen, NGOs, unterschiedliche Interessen nicht doch ihr Gehör finden.

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